Durchfahrtshöhe

Routenplanung in der Binnenschifffahrt

Als Kapitän (Eigner) eines Schiffes beginnt die Reise normalerweise mit der Reisevorbereitung. Im Laufe der Jahre ist die Notwendigkeit dieser Vorbereitung jedoch geringer geworden, was zum Teil auf Innovationen zurückzuführen ist. Ein Navigationssystem an Bord zum Beispiel nimmt Ihnen bereits viel Arbeit und Sorgen ab, und wenn Sie weitere Informationen benötigen, können Sie diese jederzeit unterwegs nachschlagen. Was brauchen Sie also für eine entspannte Reise?

Bridgescout® Brücken-Durchfahrtshöhen-Erkennungssystem

Um festzustellen, ob eine Route befahrbar ist, müssen Sie wissen, ob die Wassertiefe und die Brückenhöhe für Ihr Schiff ausreichend sind. Dies können Sie der Wasserkarte entnehmen. Sie hoffen, dass Sie sich in einer sogenannten Blauen Welle befinden, so wie wir auf der Straße die Grüne Welle kennen. Dennoch ist es einfach, die Betriebszeiten von Brücken und Schleusen zur Hand zu haben. Für die Niederlande hat der Rijkswaterstaat eine Übersicht zusammengestellt.

Der Wasserstand kann durch die Gezeiten, aber auch durch Wind oder starke Regenfälle schwanken. Abweichungen des Wasserstandes werden nicht in Bezug auf den lokalen Pegel, sondern in Bezug auf den NAP, den Normalen Amsterdamer Pegel, angegeben. Mit anderen Worten: Sie müssen die Abweichung und die Differenz zwischen dem NAP und dem Pegel des Gebiets, in dem Sie fahren, kennen, um zu berechnen, ob Sie die Brücke sicher passieren können. 

Allein in Europa werden Tausende von Brücken passiert. Jede Brücke hat ihre eigene Durchfahrtshöhe. Die meisten Binnenschiffe sind mit einem Steuerhaus ausgestattet, das in der Höhe verstellt werden kann, um die Durchfahrtshöhe zu berücksichtigen. Der Kapitän kann sich jedoch nie ganz sicher sein, dass das Steuerhaus ausreichend niedrig ist. Ein zu hohes Steuerhaus führt daher jedes Jahr zu Dutzenden von Kollisionen mit Schäden in Millionenhöhe. Neben den materiellen Schäden an Schiff, Brücke und/oder Ladung besteht für Personal und Umstehende auch die Gefahr von Verletzungen und möglichen Verkehrsbehinderungen. 

Wussten Sie, dass sich viele Kollisionen ereignen, wenn mehr als eine Person im Steuerhaus anwesend ist? Trotz aller Vorbereitungen, Navigationssysteme und Arbeitskräfte an Bord gehen Dinge schief, unter anderem durch einen Moment der Unachtsamkeit oder eine Fehleinschätzung. Aus diesem Grund wurde Bridgescout® entwickelt. Es gibt Ihnen als Kapitän die Gewissheit, dass immer jemand an Bord ist, der sich sicher ist, dass das Steuerhaus sicher unter der Brücke durchfahren werden kann und falls nicht, rechtzeitig Alarm schlägt. 

Mehr über Bridgescout®

Bridgescout® erkennt, ob genügend Durchfahrtshöhe vorhanden ist

Bridgescout® wurde entwickelt, um die Anzahl der Kollisionen und das Risiko von Kollisionen zu reduzieren. Der Einsatz von Bridgescout® erhöht die Wachsamkeit und Sicherheit an Bord. Sobald Bridgescout® feststellt, dass die Durchfahrtshöhe des Schiffes nicht ausreicht, um die sich nähernde Brücke sicher zu passieren, informiert Bridgescout® den Kapitän durch einen Alarm über die mögliche Kollisionsgefahr. Dies ermöglicht dem Kapitän, das Steuerhaus rechtzeitig abzusenken. Bridgescout® meldet dem Kapitän auch, wenn das Steuerhaus eine sichere Höhe erreicht hat und damit ausreichend abgesenkt ist. Bridgescout® unterstützt in kritischen Momenten und bei Fehleinschätzungen des Kapitäns; Bridgescout® erhöht die Sicherheit an Bord und gibt Ihrem(n) Kapitän(en) ein beruhigendes Gefühl.

Bridgescout®-Kartensystem, GPS und Internet

Das Bridgescout®-Kartensystem ist eine Online-Objektdatenbank, die von allen Bridgescout®-Systemen der Firma Sensor Maritime genutzt wird. Mit Hilfe einer GPS-Antenne, die auf dem Bridgescout®-Sensor montiert ist, wird die Position des Bridgescout®-Systems bestimmt. Die Daten des Bridgescout®-Sensors kombiniert mit den Daten des Bridgescout®-Kartierungssystems und der GPS-Antenne stellen sicher, dass Bridgescout® weiß, wann es mit dem Scannen beginnen muss. Dadurch werden auch unnötige Alarme vermieden. Bridgescout® benötigt keine Internetverbindung, um zu funktionieren. Wenn jedoch (Fern-)Support benötigt wird oder ein Update verfügbar ist, ist eine (feste) Internetverbindung erforderlich.

Höhe in Echtzeit

Bridgescout® ist unabhängig von Umgebungsfaktoren wie der Höhe von Objekten und/oder Wasserständen; Bridgescout® führt einen Echtzeit-Scan durch. Um festzustellen, ob ein Schiff sicher unter einem Objekt durchfahren kann, ermittelt es anhand von Abstands- und Winkelmessungen in Echtzeit, ob eine ausreichende Durchfahrtshöhe vorhanden ist. Das bedeutet auch, dass Bridgescout® temporäre Objekte unter einer Brücke, wie z.B. einen Steg, bemerkt.

Bridgescout®-System im Steuerhaus

Die Schnittstelle für den Kapitän befindet sich im Rednerpult, dem sogenannten Sensor Maritime Hub. Dabei handelt es sich um eine sehr benutzerfreundliche Schnittstelle, an die alle Lösungen einfach angeschlossen werden können, auch der Bridgescout®-Sensor. Wenn der Bridgescout®-Sensor nicht scannt, befindet sich der Sensor Maritime Hub, das Panel im Steuerhaus, im Standby-Modus (schwarzer Bildschirm). Dies soll eine so genannte Informationsüberlastung verhindern. Bei einer Entfernung von 500 Metern zu einem Objekt beginnt Bridgescout® mit der Suche; die Tafel im Steuerhaus leuchtet auf (grüner Bildschirm). In diesem Moment ist der Kapitän bereits über ein sich näherndes Objekt informiert; Wachsamkeit ist eine wichtige Komponente zur Vermeidung von Kollisionen.

Warum Bridgescout®?
  • Wachsamkeit und Sicherheit an Bord
  • Tag- und Nachterkennung
  • Scannen in Echtzeit
  • Deutlicher und rechtzeitiger Alarm
  • Personalisierte (Alarm-)Einstellungen
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