Seekrankheit ist nicht nur unangenehm, sondern stellt auch ein ernsthaftes Risiko für den Betrieb an Bord dar. Besonders bei rauen Bedingungen kann der Anteil erkrankter Crewmitglieder schnell steigen. Weniger einsatzfähiges Personal bedeutet mehr Druck für den Rest des Teams und Risiken für die Einsatzbereitschaft. Aber was wäre, wenn man das im Voraus sehen könnte? Oder sogar verhindern? Genau an solchen Lösungen arbeitet Aldwin Schroot mit seinem Unternehmen TechBinder täglich. „Mit den richtigen Daten können Sie als Arbeitgeber zeigen, dass Sie sich gut um Ihre Leute kümmern.“
Gemeinsam mit Bram van den Boom gründete Aldwin 2019 TechBinder. Sie stellten fest, dass es an Bord von Schiffen zwar viele Daten gibt, diese aber oft zu technisch aufbereitet sind. Dadurch bleiben wertvolle Informationen ungenutzt. TechBinder entwickelt Lösungen, die diese Daten tatsächlich nutzbar machen. Ein gutes Beispiel ist der Smart Vessel Optimizer. Damit können Reeder, Kapitäne und Betreiber leicht sehen, wie ihr Schiff performt. Dazu gehören Informationen über den Energieverbrauch, den Propellereinsatz oder die Bewegung des Schiffs in den Wellen.
Ein weiteres wichtiges Produkt von TechBinder ist SatteliteDieses Plug-and-Play-System lässt sich leicht an Bord installieren. Es sammelt Daten von verschiedenen Sensoren und wandelt sie in übersichtliche Informationen um. Technisches Fachwissen ist dafür nicht erforderlich. Sattelite works on almost any ship and has been extensively tested. “We increasingly heard the same question from the industry,” says Aldwin. “There is plenty of data available, but what can we actually do with it? Satellite makes that data accessible and understandable.”
Seekrankheit messbar machen
One of the newest applications of Satellite is measuring Motion Sickness Incidence (MSI)Das bedeutet: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Personen an Bord während einer bestimmten Fahrt seekrank werden? Die Technologie sammelt Echtzeitinformationen über Bewegungen und Beschleunigungen des Schiffs. Diese Daten zeigen nicht nur, wie sich das Schiff verhält, sondern auch, wie belastend das für die Menschen an Bord ist.
„Angenommen, es sind hundert Personen an Bord“, erklärt Aldwin. „Mit unseren Berechnungen können wir ermitteln, wie viele davon innerhalb einer Stunde so starken Bewegungen ausgesetzt sind, dass sie körperliche Beschwerden entwickeln könnten. Eine MSI von zwei Prozent bedeutet, dass möglicherweise zwei Personen aufgrund von Seekrankheit ausfallen.“
Diese Information ist wertvoll – nicht nur, um den Arbeitsplatz komfortabler zu gestalten, sondern auch, um den Betrieb reibungslos am Laufen zu halten. Wenn mehrere Personen ausfallen, kann der gesamte Ablauf ins Stocken geraten.
Der große Vorteil von MSI ist, dass sich Probleme im Voraus erkennen lassen. So können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, etwa durch Anpassung der Fahrweise, wenn bestimmte Geschwindigkeiten oder Kurse zu starken Bewegungen führen. „Der Kapitän kann sofort reagieren“, sagt Aldwin. „Manchmal heißt das schlicht, etwas langsamer zu fahren.“
In combination with weather forecasts, Satellite can even predict the likely MSI during a voyage. This allows shipowners and operators to better plan and improve the availability of their vessels, ultimately delivering better results for the customer.
Auch auf Organisationsebene sind diese Daten hilfreich. Sie zeigen, dass Gesundheit und Sicherheit an Bord ernst genommen werden. „Man untermauert seine Entscheidungen mit Fakten“, sagt Aldwin. „Das ist wichtig für das Team und für Aufsichtsbehörden.“
Von Daten zu gesundem Fahren
Die Technologie hinter Sattelite und der Berechnung von MSI ist zwar komplex, doch die Ergebnisse sind leicht verständlich. Aldwin und sein Team sorgen dafür, dass alle Daten klar in Dashboards dargestellt werden. So erkennt man auf einen Blick, was an Bord passiert und ob Handlungsbedarf besteht. „Die Berechnungen sind technisch“, gibt Aldwin zu. „Aber der Nutzer sollte einfach sehen können: Was bedeutet das für meine Leute?“
Für die Entwicklung der MSI-Modelle arbeitete TechBinder mit Ron Boerakker von Sensor Maritime zusammen. Das Ziel war klar: Ein System zu entwickeln, das nicht nur exakt arbeitet, sondern auch in der Praxis auf See eingesetzt werden kann. „Am Ende geht es darum, was man heute tun kann, um morgen gesünder zu fahren.“
Das Gespräch mit Aldwin zeigt, wie sich Technologie und gesunder Menschenverstand gegenseitig verstärken können. Gerade in der maritimen Branche ist es wichtig, dass Innovationen nicht nur clever sind, sondern auch zu besseren und sichereren Arbeitsbedingungen an Bord beitragen. „Wenn wir mit Technologie verhindern können, dass Menschen krank werden oder ausfallen“, schließt Aldwin, „ist das ein Gewinn – für die Menschen selbst und für den Betrieb.“
Mehr erfahren?
Besuchen Sie oder oder sensormaritime.com/product/Satellite
